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Regionale Entwicklung

Region gestalten: Cradle to Cradle Modellregion Nordost-Niedersachsen

Innovationslabor in Dannenberg führt Arbeit der Cradle to Cradle-Modellregion weiter

Die Cradle to Cradle Modellregion Nordost-Niedersachsen stellte auf ihrer gut besuchten Abschlussveranstaltung ihre Ergebnisse vor und läutete die nächste Phase ein: Der Verein Connect Circular e. V. wird die Arbeit in dem gleichzeitig eröffneten Cradle to Cradle-Innovationslabor in Dannenberg fortführen.

„Das Projekt zeigt, dass Innovation im ländlichen Raum großes Potenzial hat und Kreislaufwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Regionalentwicklung leisten kann. Dies spiegelt sich auch in der Vielzahl an betreuten Pilotprojekten wider“, erfuhr die interessierte Zuhörerschaft im Vortrag von Professor Cornelius Herstatt.

In interaktiven Austauschrunden konnten die Teilnehmenden zudem gezielt auf die Ergebnisse eingehen und auch eigene Impulse für die weitere Entwicklung geben. Dabei wurde erneut verdeutlicht, wie wichtig zukunftsträchtige Ideen für die Entwicklung der beteiligten Landkreise Lüchow-Dannenberg und Lüneburg sind. Gemeinsam mit den weiteren Projektpartnern, der Leuphana Universität Lüneburg, der Süderelbe AG und der Technischen Universität Hamburg, haben die Landkreise mit dem Projekt eine gute Vorlage für den Wandel zur Kreislaufwirtschaft geliefert. Connect Circular e. V. wird die weitere Arbeit nach dem Projektabschluss Ende April 2024 übernehmen.

Eröffnung des Cradle to Cradle-Innovationslabors

Die positive Entwicklung der Region durch die konsequente Schließung von Stoffkreisläufen und das Anschieben von Innovationen liegt auch den beiden Initiatoren von Connect Circular, Gunnar Harms und Remo Röntgen, am Herzen. Die Räumlichkeiten des Innovationslabors, das durch den Verein betrieben wird, wurden im Anschluss an die Ergebnispräsentation der Modellregion eröffnet.

Connect Circular sieht sich als eine Initiative für Zukunftsfähigkeit durch Nachhaltigkeit in den Bereichen Wirtschaft, Forschung, Lehre und Verwaltung und wirkt in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, Niedersachsen, Deutschland und Europa. Der Verein strebt eine enge Verzahnung von Markt und Innovation und eine effektive Unterstützung von innovativen Unternehmen und Gründern für Nachhaltigkeit in Produktentwicklung und Produktion an. Dabei wird Cradle to Cradle als richtungsweisender Industriestandard gesehen.

Interessierte können sich auf der Website des Vereins über anstehende Veranstaltungen informieren und sich zum Newsletter anmelden. Für die Zukunft sind verschiedene Formate in beiden Landkreisen geplant, unter anderem auch Stammtische für interessierte und bereits beigetretene Unternehmen. https://www.connectcircular.com/

 

Zukunftsfähige Produktion durch innovative Lösungen

Zukunftsfähige Produktion durch innovative Lösungen

Das Ziel des Projekts - die Erarbeitung einer regionalen Innovations-, Transfer- und Nachhaltigkeitsstrategie für die Region – ist erreicht. Unter Einbeziehung regionaler Akteure wurde ein Strategisches Entwicklungskonzept (SREK) für die Cradle to Cradle-Modellregion Nordostniedersachsen verfasst, welches auf das Jahr 2035 gerichtet ist und in Teilen bereits während der Projektlaufzeit umgesetzt wurde.

Die Landkreise Lüneburg und Lüchow-Dannenberg haben das Projekt und die Entwicklung des Masterplans mit den Fachabteilungen für Regionalentwicklung und Regionalplanung begleitet, um eine langfristige Einbindung in die regionalen Handlungsstrategien sicherzustellen und zu befördern.

Leuchtturmprojekt des Modellvorhabens ist die Einrichtung eines Cradle to Cradle-Labs als Ort für Nachhaltigkeitsinnovationen. Damit werden Ansätze einer nachhaltigen Wirtschaft und die Entstehung innovativer Projekte in den strukturschwachen Gebieten der Landkreise. Auch dieses Ziel ist erreicht: Das C2C-Lab wird derzeit in Dannenberg (Elbe) in der Marschtorstraße 20 eingerichtet. Die feierliche Eröffnung findet am 12.04.2024 statt.

Wofür steht Cradle to Cradle?

Grafik Wofür steht Cradle to Cradle? (© C2C NGO)Mit dem Ansatz Cradle to Cradle (kurz: C2C) können Klima- und Ressourcenschutz sowie innovative Lösungen für ökologische, ökonomische und soziale Probleme umgesetzt werden. Entgegen der linearen Produktion verläuft C2C in Kreisläufen: C2C-Unternehmen setzen bereits beim Design von Produkten an, um mit kreislauffähigen, ökoeffektiven und daher gesunden Materialien einen positiven Fußabdruck zu gestalten. Mit der Einbeziehung von erneuerbarer Energie, geschlossenen Wasserkreisläufen und fairen Arbeitsbedingungen entstehen Produkte und Materialien, die von Anfang an gut und nützlich sind.

Mit Cradle to Cradle werden Rohstoffe in biologischen und technischen Kreisläufen geführt. Alles wird so hergestellt, dass die eingesetzten Materialien rückstandslos voneinander getrennt werden können. So bleiben Rohstoffe in hoher Qualität erhalten und können optimal wiederverwendet werden. Jeglicher Abrieb oder Verschleiß eines Produkts wird zu 100 Prozent biologisch abbaubar sein. Ob synthetische Textilien, Verpackungen, Kosmetik oder Auto- und Fahrradreifen: Aus Abfall wird Nährstoff.

Das Förderprogramm Region gestalten

Mit dem Programm Region gestalten fördert das BMI und das BMWSB in Zusammenarbeit mit dem BBSR innovative Projekte speziell in ländlichen Räumen. So unterstützt das Programm innovative Konzepte für die Entwicklung ländlicher Räume sowie zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Als übergeordnetes Ziel werden gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen Deutschlands angestrebt.

Downloads / Informationen zu Veranstaltungen:

Websites der Projektpartner:

Weitere Informationen:

Kontakt:

Landkreis Lüchow-Dannenberg
Juliane Roux
E-Mail: J.Roux@luechow-dannenberg.de

Landkreis Lüneburg
Inga Masemann
E-Mail: inga.masemann@landkreis-lueneburg.de

Leuphana Universität Lüneburg
Paul Musenbrock
E-Mail: paul.musenbrock@leuphana.de

Technische Universität Hamburg
Matthias Schneider
E-Mail: matthias.schneider@tuhh.de

Johanna Zeller
E-Mail: johanna.zeller@tuhh.de

Süderelbe AG
Adrian Wulf
E-Mail: wulf@suederelbe.de 

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