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Gesundheitsförderung für Erwerbslose: Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung im Landkreis Lüchow-Dannenberg Krankenkassen, Jobcenter und der Landkreis Lüchow-Dannenberg arbeiten zusammen, um die Gesundheit erwerbsloser Menschen zu stärken (28.02.2019)
Landkreis Lüchow-Dannenberg (LK 26/2019)

Das Jobcenter Lüchow-Dannenberg und die gesetzlichen Krankenkassen aus der Region nehmen am bundesweiten Modellprojekt zur „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“ teil. Gemeinsam mit dem Landkreis Lüchow-Dannenberg und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. wollen sie niedrigschwellige Zugangswege und kassenübergreifende Angebote schaffen, versuchen die Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die Gesundheit zu mildern und so die gesundheitsförderlichen Bedingungen für erwerbslose Menschen in ihrem Umfeld verbessern. Denn: Anhaltende Erwerbslosigkeit kann zu einem gesundheitlichen Risiko werden. Im Rahmen des Projekts soll ein regionales Netzwerk zur Gesundheitsförderung erwerbsloser Menschen auf- und ausgebaut werden, mit dem Ziel Gesundheit und Wohlbefinden zu stärken und damit auch die Chancen auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen.

In einem ersten Schritt wurden Teilnehmerinnen aus einem anderen Projekt des Jobcenters eingeladen, ein für sie kostenfreies Angebot aus dem Bereich Ernährung zu nutzen. Über acht Wochen hinweg trafen sich die Teilnehmerinnen wöchentlich mit einem Ernährungsberater, kochten und aßen gemeinsam, probierten neue, spannende Rezepte aus, warfen einen Blick auf die Basiselemente einer gesunden Ernährung und lernten am Ende sogar noch potenzielle Arbeitgeber*innen kennen.  

Da das Angebot sehr gut angenommen wurde, sollen zeitnah weitere, bedarfsorientierte Angebote zur Prävention aus den Bereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung geplant und für sozial-benachteiligte Menschen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.   

Hintergrund:

Die verstärkte Zusammenarbeit von Krankenkassen und Kommunen im Rahmen nachhaltiger Strukturen geschieht im Zuge der Umsetzung des Präventionsgesetzes, das am 25.07.2015 in Kraft getreten ist. Es setzt einen besonderen Schwerpunkt auf Präventions- und Gesundheitsförderung in Lebenswelten. Gesetzliche Krankenkassen und ihre Kooperationspartner sollen gemeinsam noch stärker als bisher mit Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen auf Menschen in bestimmten Lebenslagen zugehen. Dazu werden zum einen nachhaltige kommunale Strukturen zur Prävention und Gesundheitsförderung in den Lebenswelten auf- und ausgebaut. Zum anderen werden kassenübergreifende Projekte entwickelt und umgesetzt. Der Name GKV-Bündnis für Gesundheit bündelt alle Projekte und Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ziele.

 

Über das GKV-Bündnis für Gesundheit:

Das GKV-Bündnis für Gesundheit ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Das Bündnis fördert dabei u. a. Strukturaufbau und Vernetzungsprozesse, die Entwicklung und Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte, insbesondere für sozial und gesundheitlich benachteiligte Zielgruppen, sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Evaluation. Der GKV-Spitzenverband hat gemäß § 20a Abs. 3 und 4 SGB V die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung damit beauftragt, die Aufgaben des GKV-Bündnisses für Gesundheit mit Mitteln der Krankenkassen umzusetzen.

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