Ansprechpartner & mehr

Pressearchiv

Richtige Kennzeichnung von Lebensmitteln (LK 65/2011)

Lüchow. Lebensmittelproben, die in den letzten Jahren zu den Untersuchungsämtern geschickt wurden, gaben hauptsächlich durch eine irreführende oder schlicht falsche Kennzeichnung Grund zur Beanstandung. Häufig fehlten auch einzelnen Kennzeichnungsbestandteile. Dies nimmt der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz zum Anlass über die einzelnen Kennzeichnungsbestandteile zu informieren.

Der Kennzeichnung von Lebensmitteln wird in Deutschland und Europa immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Zum einen möchte der Verbraucher wahrheitsgemäß über das Produkt informiert werden und zum anderen möchte die Industrie ihr Produkt gut präsentieren, um einen hohen Absatz zu erzielen. Dabei gewinnt die Werbung mit gesundheitsbezogenen Angaben sowie die Zusatzstoff- und die Allergenkennzeichnung immer mehr an Bedeutung.

Grundsätzlich wird bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln zwischen unverpackten und verpackten Lebensmitteln unterschieden.
Bei der Abgabe in einer Fertigpackung (verpackte Lebensmittel) müssen nach der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung und anderen Verordnungen diverse Angaben auf dem Etikett vorhanden sein. Die Verkehrsbezeichnung, dieses ist der Name des Lebensmittels (Fantasiebezeichnungen zählen nicht), ist anzugeben. Zudem muss ein Zutatenverzeichnis auf der Verpackung vorhanden sein. Dabei sind die Zutaten von der größten bis zur kleinsten Menge anzugeben, zusammengesetzte Zutaten sind aufzuschlüsseln und bestimmte allergieauslösende Zutaten -wenn vorhanden- (Allergenkennzeichnung), sind zu nennen. Auch darf die Angabe „mindestens haltbar bis“ oder „zu verbrauchen bis“ (ausgeschrieben und wenn nötig mit Temperaturangaben) nicht fehlen. Es muss erkennbar sein, wie groß die Füllmenge ist. Außerdem müssen der Name oder die Firma sowie Anschrift des Herstellers, Verpackers oder Verkäufers auf dem Etikett erkennbar sein. Enthalten Getränke mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol, so ist auch der Alkoholgehalt anzugeben.
Werden unverpackte Lebensmittel, wie z.B. Obst und Gemüse verkauft, sind Sorte, Art, Handelsklasse, verwendete Zusatzstoffe sowie das Herkunftsland auf einem Schild an der Ware anzugeben.

Ein Merkblatt zur Kennzeichnung von Fertigverpackungen kann im Internet unter www.luechow-dannenberg.de im Bürgerportal unter Bürgerservice/Formularservice/Verbraucherschutz heruntergeladen werden. Der Fachdienst 39 Veterinär- und Verbraucherschutz steht Ihnen bei Fragen telefonisch unter 05841-120 291 und per E-Mail unter verbraucherschutz@luechow-dannenberg.de gerne zur Verfügung.

Merkblatt zur Kennzeichnung von Fertigverpackungen
 

Kommentare zum Inhalt
Zu diesem Inhalt sind noch keine Kommentare vorhanden.
Wollen Sie einen Kommentar erstellen?