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Pressestatement des Landrates zum beschmierten Gefallenendenkmal in Güstritz

Äußerung des Landrates Jürgen Schulz zur Anfrage der Elbe-Jeetzel-Zeitung zum beschmierten Gefallenendenkmal in Güstritz:

"Grundsätzlich trage ich die Äußerung „nie wieder Krieg“ als eine Kernaussage unseres menschlichen Miteinanders vollinhaltlich und ohne jede Einschränkung mit. Dennoch bleibt es auch bei der Kenntnis „nur Narrenhände beschmieren Tisch und Wände“. Das heißt, das Beschmieren der Kriegsdenkmale – auch mit einer ggfls. gut gemeinten Parole – bleibt inakzeptabel. Sie ist Schändung einer Gedenkstätte und Sachbeschädigung. Auch wenn Kriegsdenkmäler dieser Art in heutiger Zeit möglicherweise von dem ein oder anderen als nicht angemessen empfunden oder gar als „Heldengedenkstätte“ missverstanden werden, gebietet es der Anstand und der Respekt vor den Toten und ihren Hinterbliebenen, die Gedenkstätte zu bewahren und zu schützen und sie als das zu sehen, was der Beschmierer wohl ausdrücken wollte, nämlich stilles Mahnmal und Aufforderung zu „nie wieder Krieg“ zu sein.

Leider kommen derartige Aktionen häufiger vor, bisher allerdings eher aus der rechten Szene mit eindeutigen Parolen oder Symbolen. Die gut gemeinte Aufschrift „nie wieder Krieg“ ist bisher erst- und einmalig und kann ein Denkanstoß sein, die Gedenkstätten mit dieser Aussage aber in angemessener Form zu ergänzen."

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