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Nahversorgung im ländlichen Raum - Bürger in den Ortsteilen Siemen, Zadrau, Grippel, Pretzetze, Laase und Dünsche sollen befragt werden

Lüchow. In ländlichen Räumen ist eine flächendeckende Versorgung mit Einkaufsmöglichkeiten nicht immer gegeben. Vor allem in dünn besiedelten Regionen ist der nächste Lebensmittelladen oft nur mit dem Auto zu erreichen. Aber was ist, wenn mal kein Auto zur Verfügung steht oder man gar keinen Führerschein hat und ein Bus in die nächste Stadt nur zweimal am Tag fährt? Mit der Konzentration des Einzelhandels in großen Super- und Verbrauchermärkten der Städte hat sich die Versorgungssituation für Landbewohner vielfach zugespitzt. Dies wird sich mit dem Alterungsprozess der Bevölkerung in Deutschland noch verstärken. Deshalb hat sich auf Anregung des Amtes für regionale Landesentwicklung eine Projektgruppe an der LeAuf dem Foto (v.l.n.r): Prof. Dr. Peter Pez (Leuphana Universität), Jürgen Schwarz (LK DAN), Hannah Hofmann, Dr. Stefano Panebianco (RV LG), Julia Radoske, Gesa Hatesohl, Franziska Scholz, Lisa Franke, Carsten Peters (LK WL), Joachim Partzsch (LK UE). Nicht im Bild: Philipp Oelzeuphana Universität gebildet, die im Rahmen einer Studienarbeit versuchen will, Wege zur Abmilderung des Problems zu finden. Deren sechs Studierende kommen aus unterschiedlichen Fächern des Leuphana Bachelors und werden vom Geographen Prof. Dr. Pez betreut. Zusammen mit dem Amt für regionale Landesentwicklung und den Regionalplanern der Landkreise Lüneburg, Harburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg haben sie zunächst jene Bereiche erkundet, in denen nicht mal eine minimale Nahversorgung besteht.
 
Im nächsten Schritt soll versucht werden, Möglichkeiten für die Wiederansiedlung von Einkaufsmöglichkeiten zu finden. Beispielsweise hat man mit Genossenschaftsläden, bei denen die Bewohner nicht nur Kunden, sondern auch Teilhaber und Mitarbeitende sind, in anderen Bundesländern schon gute Erfahrungen gemacht. Auch die Stärkung verbliebener Dorfläden ist ein Thema für die Gruppe.
Schleswig-Holstein ist in diesem Bereich mit dem Ausbau zu "Markttreffs" ein Vorreiter. Ob solche Formen eine Möglichkeit bilden oder mobile Verkaufswagen oder internetbasierte Lieferdienste Alternativen wären, kann man nur im Einzelfall abschätzen. Dazu ist es wichtig, auch die Bewohner im ländlichen Raum selbst zu Wort kommen zu lassen.

Die Studierenden um die Projektkoordinatorin Julia Radoske wollen deshalb eine Fragebogenaktion starten. Da diese nicht flächendeckend in allen beteiligten Landkreisen möglich ist, beschränken sie sich auf unterversorgte Gebiete. Dazu zählen Teilbereiche des Landkreises Lüchow-Dannenberg, insbesondere die Ortsteile Siemen und Zadrau in der Gemeinde Gusborn, die Ortsteile Grippel, Pretzetze und Laase in der Gemeinde Langendorf und der Ortsteil Dünsche in der Gemeinde Trebel. In den genannten Ortsteilen werden die Studierenden am Donnerstag, dem 6.2.2014 Fragebögen an die Einwohner verteilen und soweit möglich, Interviews zur Nahversorgungssituation führen. Die Rücksendung der Fragebögen soll bis zum 14.02.2014 an den Landkreis Lüchow-Dannenberg, Fachdienst 61 erfolgen. Dazu werden mit den Fragebögen frankierte Rückumschläge verteilt. Die Beteiligten würden sich über einen möglichst großen Rücklauf freuen. Für Fragen steht beim Landkreis Herr Schwarz unter der Rufnummer 05841/120-502 zur Verfügung.
 

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