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Landrätetreffen zum Elbe-Hochwasser

Hitzacker. Auf Einladung von Landrat Jürgen Schulz trafen sich die Landräte der Kreise zwischen Magdeburg und Hamburg am 14. November in Hitzacker. Ergänzt wurde das Treffen durch die Geschäftsführer der Landgesellschaften der beteiligten Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. „Damit ist die vor zwei Jahren aufgelöste Kommunale Arbeitsgemeinschaft im Elbetal wieder komplett", kommentierte Landrat Jürgen Schulz. Schon damals habe man verabredet, sich zu aktuellen gemeinsamen Themen weiter zu treffen. Die Zeitgeschehnisse wollten es so, dass das Treffen ursprünglich am 04. Juni stattfinden sollte. Wir erinnern uns, das war der Tag, an dem der Landkreis Lüchow-Dannenberg den Katastrophenalarm auslösen musste. „Guter Grund, sich heute mit deutlichem Abstand zu den Geschehnissen des Elbehochwassers zu treffen und Auswertung zu betreiben, denn die Elbe bleibt zwischen Magdeburg und Hamburg das verbindende Element – und das in guten wie in schlechten Zeiten", so der Landrat.

Für Niedersachsen waren dabei: Thorsten Hiete, Geschäftsführer der Nds. Landgesellschaft (dritter von links), Landrat Jürgen Schulz, Landkreis Lüchow-Dannenberg (vierter von links), Ernst-August Schulz, Landkreis Lüchow-Dannenberg (siebter von links), Landrat Joachim Bordt, Landkreis Harburg (achter von links) und Landrat Manfred Nahrstedt, Landkreis Lüneburg (erster von rechts)Schnell war man in der Einschätzung einig, dass einzelne lokale Probleme auch dort zu lösen seien, da die einzelnen Rechtsgrundlagen und Organisationen in den beteiligten Bundesländern sehr unterschiedlich sind. Man kam aber überein, dass jeder Landkreis in seinem Gebiet alles tun werde, um Retentions- und Polderflächen zu finden und deren Ausweisung zu betreiben. Es gehe schließlich nicht an, bei dem Thema mit dem Finger auf andere zu zeigen und selbst keine Möglichkeiten zu sehen. Gefordert werden soll allerdings ein Bewirtschaftungsprogramm für die Elbe und ihre wesentlichen Zuflüsse wie Mulde und Saale, das die Talsperren und Stauseen miteinbezieht – ähnlich wie es die Wasserwirtschaftler in Tschechien im Sommer beim Elbehochwasser vorgemacht haben. Einigkeit bestand auch darin, dass die Landkreise zwar als untere Wasser- und Deichbehörde fungieren und im schlimmsten Falle als Katastrophenschutzbehörden gefordert seien, in die generellen Planungen, Konzeptionen und Handlungen so gut wie nicht einbezogen und der Informationsfluss schlecht sei. Dies müsse sich unbedingt ändern, wie überhaupt die Hemmnisse des Förderalismus entlang des Flusses schnellstens überwunden werden müssen, denn die Elbe halte sich kaum an Länder- und Kreisgrenzen. Aus den übereinstimmenden Punkten der Landrätetagung soll nun in den nächsten Tagen ein Resolutionstext entstehen und abgeglichen werden, der sich an die jeweiligen Bundesländer der beteiligten Landkreise richten wird.

 

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