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"Die Belasteten" – Historiker Götz Aly stellt in Hitzacker sein neues Buch vor

Götz Alys neues Buch: Die Belasteten - erschienen im S. Fischer VerlagEr gilt als einer der meistgelesenen deutschen Autoren, die sich mit der NS-Zeit, der Geschichte des deutschen Antisemitismus und dem Holocaust befassen. Am Freitag, dem 22. Novemer 2013 um 19 Uhr stellt der Historiker Götz Aly in der Alten Sargtischlerei in Hitzacker (an der St.-Johanniskirche) sein neuestes Buch vor.

"Die Belasteten: 'Euthanasie' 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte", erschienen im S. Fischer Verlag, widmet sich einem Kapitel der NS-Herrschaft, das im öffentlichen Bewusstsein weniger präsent ist als der millionenfache Judenmord. Es untersucht die Tötung von ca. 200.000 körperlich und geistig Behinderten zwischen 1939 und 1945. Tatsächlich ist heute von den erwachsenen Deutschen jeder achte direkt mit einem Menschen verwandt, der zwischen 1940 und 1945 ermordet wurde, weil er als psychisch krank oder behindert galt. Die damals Beteiligten beschönigten das Verbrechen damals als "Euthanasie", "Lebensunterbrechung" oder "Gnadentod".

In einer Information des S. Fischer Verlags heißt es: "Nicht wenige Angehörige fühlten sich nach dem stillen, halb geheimen Verschwinden ihrer hilfsbedürftigen Nächsten erleichtert – der Staat hatte eine Lebenslast, eine schwere Sorge von ihnen genommen. Die meisten Familien schwiegen hernach; viele schämten sich, die Namen der Opfer zu nennen. Erst heute, nach bald 70 Jahren, löst sich der Bann. Langsam tauchen jene Vergessenen wieder auf, die sterben mussten, weil sie als verrückt, lästig oder peinlich galten, weil sie unnormal, chronisch krank, gemeingefährlich, arbeitsunfähig oder pflegebedürftig waren, weil sie ihre Familie mit dem Makel 'erbkrank' belasteten.

Götz Aly beschreibt, wie die Euthanasiemorde in der Mitte der deutschen Gesellschaft als öffentlich bekanntes Geheimnis von statten gingen. Er lässt die Opfer sprechen, zeigt, wie sich die Anverwandten verhielten und wie Ärzte das Töten in den therapeutischen Alltag übernahmen und zugleich reformerische Ziele verfolgten."

Der Veranstalter empfiehlt eine Platzreservierung unter Tel. 05862 – 81 41.

 

 

 

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