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Der Karriere Kompass für Lüchow-Dannenberg - ein wichtiger Baustein für die berufliche Orientierung der Jugendlichen

Anlässlich der Verteilung von 600 Ordnern des „Karriere Kompass. Dein Weg durch den Berufedschungel in Lüchow-Dannenberg“ an die Schüler/innen von fünf weiterführenden Schulen des Landkreises lud Landrat Jürgen Schulz Vertreter der Arbeitsgruppe ein, die den Ordner gemeinsam mit der Schülerfirma BOLD der BBS Lüchow entwickelt haben. Diese Arbeitsgruppe „Kooperation Schule – Unternehmen“ hat sich ausgehend von einer Initiative des Landkreises mit der Bertelsmannstiftung 2014 gebildet.  

Alle am Prozess Beteiligten haben über einen Zeitraum von einem Jahr speziell auf die Region abgestimmte Arbeitsblätter, Vorlagen und Checklisten zusammengetragen, die für den Wirtschaftsunterricht im Rahmen der Berufsorientierung eingesetzt werden sollen. Titel, Layout und sowie die direkte und zielgruppengerechte Ansprache verantwortete insbesondere die Schülerfirma BOLD. „Den beteiligten Jugendlichen hat die Arbeit am Ordner großen Spaß gemacht, auch weil sie dort ihre eigenen Erfahrung und Vorstellung mit einbringen konnten“, betont Stefan Eilts, Schulleiter der BBS Lüchow.   

„Dieser Ordner kann, genauso wie das im Landkreis entwickelte Spiel „IdentiFIND. Du kannst mehr als Schulabschluss!“ Anregungen für die Berufswahlentscheidung geben und ist ein Baustein in diesem Prozess der Berufsfindung“, so Andreas Rösler, Geschäftsführer des Jobcenters in Lüchow. „Sehr wichtig ist auch die konkrete berufliche Erfahrung, die die Jugendlichen im Praktikum sammeln“, betont Sabine Kühn von der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg. Reinhard Deegen, Schulleiter der Nicolas-Born-Schule Oberschule in Dannenberg, bestätigt, dass die Schule deshalb neben einem halbjährlichen Werkstattdurchlauf bei der BBS Lüchow und bei einem Bildungsträger zusätzlich zwei Schulpraktika in den Jahrgängen 9 und 10 anbietet. Dies alles, damit die Jugendlichen sicherer werden in ihrer Entscheidungsfindung.

Um die Wahl des Praktikums zu erleichtern, bietet der Ordner eine umfangreiche Liste mit Betrieben aus dem Landkreis. Diese Aufstellung war ein besonderes Anliegen der Arbeitsgruppe: Der Ordner soll die Angebote der vielen kleineren Betrieben im Landkreis sichtbar machen. „Das ist uns für die erste Auflage schon ganz gut geglückt“, erklärt Sigrun Kreuser, die Organisatorin der Arbeitsgruppe. Durch Zeitungs- und E-Mailaufrufe konnten mehr als 160 Praktikumsangebote zusammengetragen werden. „Wir hoffen natürlich, dass wir für die zweite Auflage im nächsten Schuljahr noch mehr Berufe und Angebote aufnehmen können“, so Kreuser

Landrat Jürgen Schulz dankte und würdigte die Arbeit der Arbeitsgruppe und der Schülerfirma für den Landkreis und betonte die deutlich gewachsenen Anforderungen der Arbeitswelt, die künftig mehr denn je erfordern, den Auszubildenden und sein Berufsbild sowie seinen Ausbildungsbetrieb passgenau zueinander zu bringen. Er betonte, dass das Thema Fachkräftesicherung auch den neuen Partner für die Wirtschaftsförderung, die Süderelbe AG, intensiv beschäftigen wird. Andreas Rösler wies in diesem Zusammenhang auch auf die Bestrebungen für eine Jugendberufsagentur hin.

 

 

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