Ansprechpartner & mehr

Pressearchiv

Ablagerungen von Hühnertrockenkot aus den Niederlanden (LK-162/2010)

Lüchow. Vermehrte Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und Thematisierung in politischen Gremien des Kreistages veranlassen die Kreisverwaltung einige grundlegende Informationen zum Thema Ablagerungen von Hühnertrockenkot aus den Niederlanden zu geben.

Für die Verbringung von Hühnertrockenkot aus den Niederlanden werden Genehmigungen vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung ausgestellt. Vor Erteilung der Genehmigung holt das Ministerium die Zustimmung des Fachdienstes 39, Veterinärwesen und Verbraucherschutz, des Landkreises Lüchow-Dannenberg ein. Soweit keine seuchenhygienischen Bedenken bestehen, wird diese Zustimmung derzeit jeweils erteilt. Die ausgestellten Genehmigungen enthalten u.a. die Regelung, dass der Hühnertrockenkot unmittelbar auf die Ackerfläche zu verbringen und dort unverzüglich einzuarbeiten ist. Werden die Bestimmungen der Genehmigungen nicht beachtet, so müssen die betreffenden Landwirte mit Bußgeldern rechnen.

Bei Hühnertrockenkot handelt es sich um hochwertigen organischen Dünger, dessen ordnungsgemäße Verwertung zusätzlich im Rahmen der Düngeverordnung durch die Landwirtschaftskammer überwacht wird. Die Düngeverordnung enthält Vorgaben, wie mit Düngemitteln zu verfahren ist. Dort sind z.B. Regelungen über die Art und Weise der Aufbringung von Düngemitteln und deren chemische Zusammensetzung enthalten. Dies bedeutet, dass die grundlegende Zuständigkeit für das Thema im Rahmen ordnungsgemäßer Düngung bei den landwirtschaftlichen Dienststellen liegt und auch von dort überwacht wird.

Bei konkreten Besorgnissen einer Wassergefährdung werden auch seitens der Unteren Wasserbehörde des Landkreises die notwendigen Schritte eingeleitet. Dies ist in aller Regel dann der Fall, wenn eine nicht nur sehr kurzfristige Zwischenlagerung auf der Ackerfläche erfolgt. Dabei sind dann folgende Kriterien zu sehen: Eine Grund- /Oberflächenwassergefährdung ist u.a. zu besorgen, wenn der Flurabstand zum Grundwasser weniger als 1 m beträgt und der Boden sehr durchlässig ist, oder Abstände zu Oberflächengewässern, von mindestens 15 m, nicht eingehalten werden. Bei konkreten Besorgnissen wird im Einzelfall entschieden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind. Insbesondere kann die unverzügliche Verwertung des Hühnertrockenkots oder dessen Umlagerung angeordnet werden. Die Kreisverwaltung bittet die beteiligten Landwirte im Sinne eines geordneten Umweltschutzes um Beachtung.

Bitte beachten Sie: Die Meldung gibt den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wieder!

Kommentare zum Inhalt
Zu diesem Inhalt sind noch keine Kommentare vorhanden.
Wollen Sie einen Kommentar erstellen?