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Ortschroniken: Geschichte auf kleinstem Raum – Frühjahrstagung in Lübeln

Mehr als 300 Orte – Dörfer, Flecken, Städte – gibt es in Lüchow-Dannenberg. Über viele dieser Orte sind Chroniken verfasst worden, über manche gleich mehrere. Diese Form der Geschichtsschreibung ist nicht neu, es gibt sie bereits seit dem Altertum. Und doch sind Ortschroniken bis heute aktuell und wichtig, um die vielfältige Lokalgeschichte einer Region festzuhalten.

Foto: Free-Photos auf PixbayDer Heimatkundliche Arbeitskreis Lüchow-Dannenberg (HALD) möchte die Menschen, die aktuell an Chroniken arbeiten oder die überlegen, mit einem solchen Projekt zu beginnen, bei dieser spannenden Aufgabe unterstützen. Der Verein stellt darum die hiesigen Ortschronistinnen und Chronisten – und solche, die es werden wollen – am Samstag, den 23. März 2019 bereits zum zweiten Mal in den Mittelpunkt einer Tagung. Die 31. Frühjahrstagung des Vereins findet von 10 bis ca. 16.30 Uhr im Rundlingsmuseum Wendlandhof Lübeln statt, Einlaß ist ab 9.30 Uhr.

Ab 10 Uhr stellen verschiedene OrtschronstInnen ihre Arbeiten vor, darunter Inge Schulz (Dangenstorf), Wilfried Lichtenberg (Prezier), Beate Hennings (Groß Heide), Martina Ehlert (Geschichtswerkstatt Lüchow), Horst Rakow (Bülitz), Horst Nottbohm (Grabow) und der Rundlingsverein (Reihe von Ortsbroschüren). Die Dannenberger Stadtarchivarin Susanne Götting-Nilius moderiert diese Runde.

In einer ExpertInnenrunde ab 11.45 Uhr berichten Archivarinnen und Archivare aus Lüchow-Dannenberg aus ihrer Arbeit: Über welche Bestände verfügen sie? Wie können (angehende) OrtschronistInnen die Archive nutzen? Welche Fragen können die Archive beantworten, welche nicht? Elke Meyer-Hoos wird das NS-Wendland-Archiv im Museum Wustrow vorstellen und über Chancen, Risiken und die Techniken zum Thema „Oral History“ infomieren. Der Gästeführer Ulli Stang moderiert die ExpertInnenrunde.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ab 12.30 Uhr in der benachbarten Marktscheune des Kartoffelhotels (auf eigene Kosten!) steht am Nachmittag ab 14 Uhr das Programm „Catshop“ im Mittelpunkt. Mit dieser internetbasierten Plattform können OrtschronistInnen alle Schritte zur Erstellung einer Chronik – von der Datensammlung (Text und Bild) über die Strukturierung bis zur Ausgabe als Druck-Datei – eigenständig bewältigen. Auch Arbeitsgruppen können gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Torsten Schoepe, der das Programm entwickelt hat, stellt es vor. Anschließend berichten Beate Hennings, Adrian Greenwood und Burghard Kulow anhand vieler Beispiele von ihren Erfahrungen mit „CatShop“.

Nach einer Kaffeepause um 15.30 Uhr ist für 16 Uhr ein Schlussgespräch vorgesehen.  

Der Tagungsbeitrag beträgt 5 Euro.  

Die Veranstalter freuen sich über eine Anmeldung, das erleichtert die Planung: Wolfgang Jürries, (1. Vorsitzender des HALD),  Tel.: 05841/6396 (AB), E-Mail: wolfgangjuerries@gmx.de.

Das Rundlingsmuseum Wendlandhof Lübeln, in dem die Tagung stattfindet, ist eins von vierzehn Museen im Wendland und Mitglied im Museumsverbund Lüchow-Dannenberg e. V.: www.museen-wendland.de.

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