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Ernährungswirtschaft im Norden kooperiert

Betriebe und Unternehmen setzen auf überbetriebliche Zusammenarbeit

Am Mittwoch, dem 02.12.2009 fand eine Regionalkonferenz zum Thema Ernährungswirtschaft statt. Sie wurde von Senator Axel Gedaschko eröffnet. Dabei betonte er die Möglichkeiten, die in einer verstärkten Zusammenarbeit der Landkreise und Städte in der Metropolregion Hamburg liegen.

Anlässlich der Veranstaltung diskutierten ca. 200 Teilnehmer über weitere Möglichkeiten einer überbetrieblichen Kooperation und neuer Ansätze für die Vermarktung regionaler Produkte. Basis hierfür waren erste Erfahrungen aus den laufenden Netzwerk- und Clusterinitiativen.

{FOTO Dr. Wolfgang Grimme Landrat des Kreises Pinneberg, Herr Andreas Buß - Fa. Ostfriesische Tee Gesellschaft (OTG), Herr Brüggen - Firma H. & J. Brüggen KG , Herr Axel Gedaschko - Senator Freie Hansestadt Hamburg}

Die Präsentationen der Spethmann Holding aus Seevetal und der Firma H. & J. Brüggen KG aus Lübeck stellten dabei den Mehrwert konkreter Projektaktivitäten z.B. im Bereich der strategischen Beschaffung oder der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern heraus. Deutlich wurde auch, dass die Clusteraktivitäten der Süderelbe AG im nationalen Vergleich mit anderen Branchennetzwerken gut abschneiden. Vor allem das überdurchschnittliche Engagement der Unternehmen und die Konkretisierung der Serviceleistungen wurden im Vortrag der Geschäftsstelle Kompetenznetze Deutschland aus Berlin hervor gehoben.

Weitere Themen der Veranstaltung waren veränderte rechtliche Rahmenbedingungen z.B. im Bereich der Produktkennzeichnung und deren Wechselwirkung zu Fragen des Verbrauchsschutzes. Auch hieraus ergeben sich neue Anforderungen für die Hersteller von Lebensmitteln.

Der Lebensmitteleinzelhandel ist dagegen vor allem im Bereich der Vermarktung regionaler Produkte gefordert. Edeka Nord machte in diesem Zusammenhang jedoch auch deutlich, dass es dabei keine Abstriche im Bereich der Produkt- und der Servicequalität geben könne. Hier seien die Lieferanten gefordert, geeignete Lösungen zu entwickeln und zuverlässig umzusetzen.

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass die Unternehmen der Ernährungswirtschaft einen hohen Stellenwert für die Wirtschaftskraft der Region haben. Die Branche wirkt gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise stabilisierend da sie Produkte für den Binnen- und den Weltmarkt produziert. Vertreter aus Kommunen und Landkreisen sprachen sich daher für eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich der Ernährungswirtschaft aus. Der Staatssekretär aus dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Friedrich-Otto Ripke, betonte in seinem Schlusswort, dass der hohe Qualitätsstandard und die Effizienz bei der Herstellung und Verarbeitung von Ernährungsprodukten in Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Welternährung und zum Klimaschutz leisten. Er forderte die Akteure auf, gemeinsam für den Erhalt und die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu sorgen. Gerade die Metropolregion Hamburg biete durch die Konzentration von Herstellern, Handelshäusern und Dienstleistern hierfür gute Voraussetzungen.

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