Landkreis Lüchow-Dannenberg

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Ausstellung "Ziegelei Güstritz" (Museum Wustrow / 2008)

Arbeiter der Ziegelei GüstritzZwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert gab es in den Kreisen Lüchow und Dannenberg rund 20 Ziegeleien. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts waren alle diese Betriebe stillgelegt.

Das Museum Wustrow zeigte 2008 in einer Ausstellung die Geschichte der Ziegelei in Güstritz. Historische Fotos und Baupläne informierten über die Technik der Ziegelherstellung und die Ziegeleibahnen. Der Museumsverbund bezuschusste dieses Ausstellungsprojekt.



Ein kurzer Abriß der Geschichte der Güstritzer Ziegelei: 1882 beteiligte sich die Firma Friedr. & E. Wentz, Wustrow, an der Handziegelei von Werner &Baetje in Güstritz. Ab 1896 war der Leinenfabrikant Wentz alleiniger Besitzer. 1899 erweiterte der Teilhaber der Weberei Wilhelm Lüring den Betrieb durch die Anlage eines Ringofens, die Ziegelproduktion wurde auf Dampf umgestellt. Die Ziegelei Wentz hatte ihre ertragreichste Zeit zwischen 1900 und dem ersten Weltkrieg, als sie die Steine für den Bau der Kaliwerke und der Bergwerkssiedlung Rudolphstrasse in Wustrow lieferte. 1920 verkaufte die Firma Wentz wegen finanzieller Schwierigkeiten in der Weberei die Ziegelei an acht Gesellschafter. 1933 übernahm der Ziegelei-Ingenieur Walter Schröder, ab 1920 Betriebsleiter auf der Ziegelei Güstritz, das Werk. Schröder beschäftigte etwa 40 Arbeiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg stellt er Werkswohnungen und Notunterkünfte zur Verfügung, da er italienische Gastarbeiter und viele Flüchtlinge beschäftigte. Etwa 11 Arbeiter mit Familien wohnten auf dem Gelände und in einem Gebäude an der Strasse nach Güstritz. Anfang 1950 wurde der Ringofen mit einem Ringofenumfassungsgebäude verlängert. In der Nachkriegszeit (zerbombte Städte) wurde die Produktion enorm gesteigert. 1964 war das letzte Produktionsjahr.(Quelle: www.museum-wustrow.de)

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