Landkreis Lüchow-Dannenberg

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Museum Wustrow: NS-Wendland-Archiv

Pin zur Grundsteinlegung des VW-Werks 1938Seit 1995 besteht im Museum Wustrow das „NS-Wendland-Archiv“. Es umfasst alle Bestände der 1996 im Museum gezeigten Ausstellung „Jugend im Nationalsozialismus“ und der 1997 veröffentlichen Dokumentation „Das Hakenkreuz im Saatfeld – Beiträge zur NS-Zeit in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Salzwedel“.

2007 wurde das fortlaufend weiter wachsende Archiv unter Leitung von Dr. Ulrich Brohm neu geordnet. Dem Wustrower Museumsteam und seinen Unterstützern ist es ein Anliegen, die Bestände nicht nur zu sichern, sondern sie zudem für die lokalgeschichtliche und universitäre Forschung zugänglich zu machen. Die Benutzung des NS-Wendland-Archivs ist grundsätzlich zu wissenschaftlichen Zwecken jedermann möglich, der ein berechtigtes Interesse geltend macht und die Benutzerordnung einhält. Wenn Sie an der Nutzung des NS-Wendland-Archivs interessiert sind, öffnen Sie bitte den Benutzungsantrag, drucken sich den Antrag aus und senden ihn ausgefüllt an das Museum Wustrow, Lange Str. 9, 29462 Wustrow.

Wimpel Im Museum steht für das NS-Wendland-Archiv ein eigener Raum zur Verfügung. Der gesamte Archivbestand ist über eine Datenbank und ein Findbuch zugänglich (Voraussichtlich Ende 2007 wird die Neuordnung vollständig abgeschlossen sein). An einem separaten Computerarbeitsplatz können Benutzer eigenständig im NS-Wendland-Archiv recherchieren.

Das NS-Wendland-Archiv beinhaltet:

  • Aufkleber WinterhilfswerkSchriftgut
    (z. B. Briefe, Tagebücher, Urkunden, Geschäftsberichte, auch ganze Nachlässe)
  • Bilder
    (rund 600 Fotos aus der NS-Zeit, den Jahren davor und danach)
  • Gegenstände
    (aus allen Bereichen des täglichen Lebens, z. B. Abzeichen, Orden, Stahlhelme, HJ-Uniform)
  • Bibliothek
    (ca. 800 Bücher, Zeitungen und Zeitschriften von 1920-1945, darunter vor allem Propaganda-Literatur, Jugend- und Schulbücher)
  • Interviews
    (ca. 50 Zeitzeugen-Interviews auf Tonband)

Photo-Stock LüchowDas NS-Wendland-Archiv ist nach dem „Provenienzprinzip“ aufgebaut, d. h. Objekte und Schriftstücke sind nach ihrer Herkunft geordnet. Zudem gibt es eine Ordnung nach Sachgruppen, z. B.:

  • Wirtschafts- und Agrarstruktur
  • Schulische und kulturelle Angelegenheiten
  • Situation der Kirchen
  • Rassenpolitik der Nazis
  • Aufrüstung und Auswirkungen des Krieges
  • Zwangsarbeit
  • Widerstand und Verfolgung von Regimegegnern



Förderer des NS-Wendland-Archivs

Die Neuordnung des NS-Wendland-Archivs war möglich mit der Unterstützung folgender Institutionen:

Lüneburgischer Landschaftsverband e. V.
Museumsverbund Lüchow-Dannenberg e. V.
Sparkassenstiftung Jugend, Bildung und Sport für Lüchow-Dannenberg
Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten