Landkreis Lüchow-Dannenberg
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Über die Elbe hinweg: Zukunftswerkstatt will Chancen für länderübergreifende Zusammenarbeit ausloten 

21.04.2017 | Landkreis Lüchow-Dannenberg (31/2017)

So nah und doch so fern scheinen sich die beiden Nachbarlandkreise Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) auf der einen und Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) auf der anderen Elbseite zu sein. Trotz vieler Gemeinsamkeiten gibt es kaum Verflechtungen über die Elbe hinweg. Muss es dabei bleiben? Eine Zukunftswerkstatt, die am Mittwoch, dem 3. Mai 2017 um 16 Uhr in der Aula des Schulzentrums Dömitz stattfindet, will dieser Frage nachgehen.  

Dömitzer Elbbrücke. Foto: Jenny RaederDie Veranstaltung richtet sich an Akteure aus Netzwerken, Vereinen und der Verwaltung, aber auch an Einzelpersonen, die an einer die Elbe und damit die Ländergrenze überschreitenden Zusammenarbeit interessiert sind. „Zusammen Neues wagen“, lautet das Motto des Workshops: Wie denkt die „andere Seite“? Welche Interessen, welche Potentiale bestehen in der Region für eine solche Zusammenarbeit? Wo bietet sich eine engere Vernetzung an, wo nicht? Welche elbübergreifenden Projekte können zusammen angegangen werden?  

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis zum 27. April erforderlich bei Philipp Uckert vom Landkreis Ludwigslust-Parchim: Tel. 03871 / 722-6012 oder per E-Mail an regiobranding@kreis-lup.de.  

Weitere Infos zum Projekt gibt es unter www.kreis-lup.de/regiobranding und unter www.luechow-dannenberg.de/regiobranding. 

 

Hintergrundinformationen

Im Rahmen des Bundesforschungsprojekts „Regiobranding - Branding von Stadt-Land-Regionen durch Kulturlandschaftscharakteristika“ arbeiten die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Lüchow-Dannenberg als Fokusregion „Griese Gegend - Elbe - Wendland“ bereits seit Ende 2015 zusammen. Sie bilden hierfür einen „Kooperationsraum“ (so der Arbeitstitel). Auf der Ebene der Menschen, die in den Teilgebieten zuhause sind und die sich in Vereinen und Initiativen engagieren, scheint dies bislang jedoch kaum eine Entsprechung zu finden. 

So untersuchten die WissenschaftlerInnen des Forschungsprojekts „Regiobranding“ beispielsweise die „räumlichen Bewegungsmustern“ in beiden Teilregionen. Kurz gesagt ging es um die Frage: Wo leben die Menschen und wohin bewegen sie sich, um zu arbeiten, um ihre Freizeit zu genießen oder um einzukaufen? Das Ergebnis: Es gibt kaum Verflechtungen über die Elbe hinweg. Sowohl die beruflichen Pendlerbewegungen als auch die Freizeitaktivitäten bleiben im Wesentlichen auf die jeweilige Teilregion begrenzt. 

Gleichzeitig bestehen jedoch viele Ähnlichkeiten zwischen den Teilregionen, teilweise existieren beiderseits der Elbe ganz ähnliche Initiativen, ohne dass die Akteure überhaupt voneinander wissen (z. B. „Kulturelle Landpartie“ und „KunstOffen“).

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