Landkreis Lüchow-Dannenberg

Eichenprozessionnspinner - Der Landkreis informiert

11.03.2015: Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung 2015

Gemeinsame Pressemitteilung des Landkreises Lüchow-Dannenberg und der Samtgemeinden Elbtalaue, Gartow und Lüchow (Wendland)

Lüchow. Noch ist der Eichenprozessionsspinner (EPS) in Lüchow-Dannenberg nicht zu sehen und das wird hoffentlich in diesem Jahr auch so bleiben. Das Jahr 2015 wird seitens der Kreisverwaltung als „Beobachtungsjahr" eingestuft. „Wir werden in diesem Jahr keine vorbeugenden Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner seitens der Landkreisverwaltung an den Kreisstraßen durchführen" führt Baudezernentin Maria Schaaf aus. „In den letzten zwei Jahren hat der Landkreis hier intensive Bekämpfungsaktionen durchgeführt. Diese Flächen wurden digitalisiert und entsprechend grafisch aufbereitet. Wir beachsichtigen daher in diesem Jahr, den Wirkungsgrad der Bekämpfungsmaßnahmen auf diesen Flächen zu überprüfen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir zum Schutze der Bevölkerung nicht tätig werden wollen", so Maria Schaaf weiter.

Nach wie vor finden sich an den Straßen und Radwegen entsprechende Hinweisschilder, die den Nutzer auf den Eichenprozessionsspinner aufmerksam machen. Bei einem tatsächlich auftretenden Befall, der zu einer Gesundheitsgefährdung führen könnte, werden die befallen Bäume nachträglich abgesaugt. Auch die Samtgemeinde Elbtalaue beabsichtigt diese Verfahrensweise für ihre öffentlichen Flächen (Plätze, Schulen, Kindergärten etc.) anzuwenden.

Die Samtgemeinden Lüchow (Wendland) und Gartow werden voraussichtlich Ende April, Anfang Mai mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) beginnen. Private Grundstückseigentümer dieser Samtgemeinden haben wieder die Möglichkeit die Eichen auf ihrem privaten Grundstück vorbeugend behandeln zu lassen. Wer diese Möglichkeit gerne in Anspruch nehmen möchte, muss sich bis spätestens zum 17.04.2015 bei seiner zuständigen Samtgemeinde anmelden. Das Anmeldeformular liegt bei den Samtgemeinden Lüchow (Wendland) und Gartow zur kostenlosen Mitnahme aus. Zusätzliche Informationen sowie das Anmeldeformular stehen auch im Internet unter www.luechow-wendland.de/eps und www.gartow.de/eps zur Verfügung.

Was können Bürger tun, wenn ein Befall des eigenen Baumes da ist?

Erhöhte Gefahr im Umgang mit den Raupen und ihren Nestern besteht erfahrungsgemäß ab Anfang/Mitte Mai. Dann kann der Kontakt mit den Brennhaaren allergische Reaktionen auslösen. Empfohlen wird, den direkten Hautkontakt zu vermeiden und eine Bekämpfung nur von Fachleuten vornehmen zu lassen.

Ein Flyer mit weiteren Informationen zum Eichenprozessionsspinner und den Kontaktdaten für die jeweilige Samtgemeinde liegt im Kreishaus und bei den Samtgemeinden zur kostenlosen Mitnahme aus. Diese Informationen stehen zudem im Internet zur Verfügung unter www.luechow-dannenberg.de/eps. Hier ist auch eine aktuelle Liste mit Fachfirmen, die für eine Bekämpfung kontaktiert werden können, zu finden.

Für Fragen zum Auftreten und zur Bekämpfung:

  • Für Waldflächen: Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt Göttingen: 0551/69401-0
  • Für Kreisstraßen: Landkreis Lüchow-Dannenberg-Kreisstraßenmeisterei: 05841/951-26
  • Für die Samtgemeindeflächen:
    • Samtgemeinde Elbtalaue: 05861/808-402
    • Samtgemeinde Lüchow (Wendland): 05841/126-621
    • Samtgemeinde Gartow: 05846/82-25

23.04.2014: Bekämpfung des Eichenprozessionsspinner im Jahr 2014

Bis zum 10. April 2014 konnten Grundstückeigentümer ihre Grundstücke für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners anmelden. Nun wurden alle Daten der Grundstückseigentümer, der Samtgemeinden Elbtalaue und Gartow, des Landkreises, der Landes- und Bundesstraßenbehörden Bund in eine Landkreiskarte übertragen. Zudem wurden Ausschnitte der einzelnen Samtgemeinden erstellt.

Geplante Bekämpfungsgebiete Landkreis 2014 (hohe Auflösung)

Geplante Bekämpfungsgebiete Landkreis 2014 (niedrige Auflösung)

Geplante Bekämpfungsmaßnahmen Samtgemeinde Gartow 2014 (niedrige Auflösung)

Geplante Bekämpfungsmaßnahmen Samtgemeinde Elbtalaue 2014 (niedrige Auflösung)


08.04.2014: Pressemitteilung des Landkreises Lüchow-Dannenberg: Bekämpfung Eichenprozessionsspinner

Lüchow. Bereits am 25.02.2014 berichtete die EJZ darüber, dass der Landkreis beabsichtigt, die Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner (EPS) durchzuführen. Diese wird voraussichtlich Ende April/Anfang Mai stattfinden. Die Blätter der Eichen müssen erst grün sein und man benötigt mindestens eine Durchschnittstemperatur von 15°C.
Private Grundstückseigentümer, die einen EPS-Befall festgestellt haben und diesen bekämpfen lassen möchten, werden nochmals aufgefordert, sich bis zum 10. April 2014 an die für sie zuständige Samtgemeinde zu wenden, damit sie für eine Behandlung berücksichtigt werden können.
Einen Flyer mit weiteren Informationen zum Eichenprozessionsspinner und das Anmeldeformular für Privatpersonen, die Bekämpfungsmaßnahmen an ihren Bäumen durchführen lassen möchten, liegen weiterhin im Kreishaus und bei den Samtgemeinden zur kostenlosen Mitnahme aus. Diese Informationen stehen zudem im Internet zur Verfügung unter www.luechow-dannenberg.de/eps.


24.03.2014: Auflistung der Bekämpfungsfirmen aktualisiert

Das Gesundheitsamt Uelzen - Lüchow-Dannenberg hat die Auflistung der Firmen, welche die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners anbieten, ergänzt.

Die aktualisierte Auflistung finde Sie hier.


20.03.2014: Übersichtskarte: Eichenprozessionsspinner Bekämpfung 2013

In der Übersichtskarte "Eichenprozessionsspinner Bekämpfung 2013" finden Sie u.a. die Gebiete, in denen Bekämpfungsmaßnahmen des Eichenprozessionsspinners durchgeführt wurden.

Übersichtskarte: Eichenprozessionsspinner Bekämpfung 2013 - niedrige Auflösung

Übersichtskarte: Eichenprozessionsspinner Bekämpfung 2013 - hohe Auflösung


25.02.2014: Pressemitteilung des Landkreises Lüchow-Dannenberg: Bekämpfung Eichenprozessionsspinner startet Mitte April – private Grundstückseigentümer bitte melden

Lüchow. Noch ist vom Eichenprozessionsspinner (EPS) in Lüchow-Dannenberg wenig zu sehen, denn erst ab April beginnen die Raupen aus ihren Eiern zu schlüpfen.

Erhöhte Gefahr im Umgang mit den Raupen und ihren Nestern besteht erfahrungsgemäß ab Anfang/Mitte Mai. Dann kann der Kontakt mit den Brennhaaren teils heftige allergische Reaktionen auslösen. So lange will man beim Landkreis Lüchow-Dannenberg jedoch nicht warten.

In Zusammenarbeit mit den Samtgemeinden soll bereits Mitte April mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners begonnen werden. Dazu wird in diesem Jahr eine gemeinsame Ausschreibung der Maßnahmen in Losen vorgenommen. So will man gewährleisten, dass trotz des engen Bekämpfungszeitraumes nach Möglichkeit alle Gemeinden und auch Privatpersonen berücksichtigt werden können. Bis Ende Mai werden hierfür die Bäume an den Kreis- und Ortsverbindungsstraßen mit dem biologischen Präparat "Dipel ES" behandelt.

Private Grundstückseigentümer, die einen EPS-Befall festgestellt haben und diesen bekämpfen lassen möchten, sind aufgefordert, sich bis zum 10. April 2014 an die für sie zuständige Samtgemeinde zu wenden, damit sie für eine Behandlung berücksichtigt werden können. Hierfür wird in diesem Jahr pro Privatgrundstück eine Verwaltungspauschale erhoben. Die Höhe der Pauschale ist bei der jeweiligen Samtgemeinde zu erfragen. Zudem ist zu beachten, dass die zu behandelnden Bäume für das Einsatzfahrzeug frei zugänglich sind, ansonsten ist keine Behandlung möglich.

Ein Flyer mit weiteren Informationen zum Eichenprozessionsspinner und das Anmeldeformular für Privatpersonen, die Bekämpfungsmaßnahmen an ihren Bäumen durchführen lassen möchten, liegen ab Anfang März im Kreishaus und bei den Samtgemeinden zur kostenlosen Mitnahme aus. Diese Informationen stehen zudem im Internet zur Verfügung unter www.luechow-dannenberg.de/eps.


Infoflyer Eichenprozessionsspinner (EPS)21.02.2014: Eichenprozessionsspinner (EPS): Infoflyer des Landkreises Lüchow-Dannenberg

Ein neuer Infoflyer des Landkreises Lüchow-Dannenberg informiert über das Auftreten des Eichenprozessionsspinners, die gesundheitlichen Risiken, die ein EPS-Befall mit sich bringen kann, und was zu tun ist, wenn ein Befall festgestellt wurde.

Ab März 2014 liegt der Flyer in der Kreisverwaltung und den Samtgemeindeverwaltungen in Dannenberg, Gartow und Lüchow zum kostenlosen Mitnehmen aus.

Darüber hinaus steht er hier zum Download zur Verfügung: Infoflyer Eichenprozessionsspinner


08.05.2013: Firmen, die im Landkreis die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners anbieten

Das Gesundheitsamt Uelzen - Lüchow-Dannenberg hat eine Auflistung der Firmen erstellt, welche die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners anbieten.

Die Listen finden Sie hier.


 04.05.2013: Artikel in der Elbe-Jeetzel-Zeitung

"Großeinsatz gegen Raupen"


29.04.2013: Informationen zum Thema Eichenprozessionsspinner:

Informationsblatt des Gesundheitsamtes Uelzen Lüchow-Dannenberg

Merkblatt des Niedersächsischen Landkreistages


20.11.2012: Übersichtskarte: Eichenprozessionsspinnerbefall im Landkreis Lüchow-Dannenberg (ohne Anspruch auf Vollständigkeit), Stand November 2012

Hinweis: Es handelt sich nur um befallene Bereiche außerhalb des Waldes

Eine Karte zum Download finden Sie hier oder rechts unter "Dokumente zum Thema"

 

 

 

 

 


Pressemitteilung des Landkreises vom 23.07.2012:

104/2012: Eichenprozessionsspinner-Befall wird dokumentiert - Aufruf an betroffene Grundeigentümer

Lüchow. Die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners (EPS) hat auch im Landkreis Lüchow-Dannenberg in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Mit den Folgen müssen nicht nur die befallenen Bäume fertig werden, sondern vor allem Menschen, die damit in Berührung kommen, insbesondere wenn sie unter allergischen Reaktionen leiden.

Verpflichtet zur Durchführung eventueller Bekämpfungsmaßnahmen ist zunächst jeder Grundeigentümer. Es wird jedoch noch einmal dringend geraten, nicht selbst aktiv zu werden, sondern hierfür spezialisierte Firmen zu beauftragen. Entsprechende Hinweise und allgemeine Informationen zum Thema sind auf der Internetseite des Landkreises zu finden.

Derzeit laufen unter der Federführung des Landkreises vorbereitende Maßnahmen für das Jahr 2013. Damit soll bei entsprechendem Befall möglichst schnell und effektiv mit Bekämpfungsmaßnahmen reagiert werden können. Um ein großflächig koordiniertes Vorgehen zu gewährleisten, erfolgt auch eine intensive Abstimmung mit den Nachbarlandkreisen Lüneburg und Uelzen. Grundlage dafür ist ein möglichst vollständiger Überblick über die Befallssituation mit EPS in diesem Jahr. Daher wird derzeit ein entsprechendes Kataster auf Basis eines geografischen Informationssystems (GIS) erstellt. Hierzu hatte der Landkreis die Samtgemeinden vor einigen Wochen aufgefordert, alle bekannten mit EPS befallenen Bereiche der gemeinsamen GIS-Koordinierungsstelle zu melden.

Dabei werden aber möglicherweise nicht alle befallenen Bereiche auf privaten Grundstücken erfasst, da eine Meldepflicht für EPS-Befall nicht besteht. Aus diesem Grunde werden alle privaten Eigentümer gebeten, die auf ihren Flächen mit EPS befallene Eichen festgestellt haben, diese mit möglichst genauer Ortsangabe den zuständigen Ordnungsämtern der Samtgemeinden zu melden.


Pressemitteilung des Landkreises vom 10.05.2012: 

52/2012: Starke Vermehrung des Eichenprozessionsspinners zu erwarten -Bei Kontakt drohen allergische Reaktionen-

Wie schon im letzten Jahr ist auch in den kommenden Wochen und Monaten mit einem Naturphänomen zu rechnen, das sonst überwiegend in anderen Bundesländern auftritt: Die Massenvermehrung des Eichenprozessionsspinners. Häufige Anrufe besorgter Bürger zeigen, dass noch große Unsicherheit herrscht, wie mit diesem Problem umzugehen ist.

Beim Eichenprozessionsspinner handelt es sich um einen Nachtfalter, der von Ende Juli bis Anfang September fliegt. Bereits Anfang Mai schlüpfen die samtartig behaarten Raupen, um dann die austreibenden Eichenblätter zu fressen. Tagsüber ziehen sie sich in Gespinstnester zurück, die sich am Stamm oder an dickeren Astgabelungen befinden. Gegen Abend begeben sich die Raupen von dort dann prozessionsartig, -daher der Name- in langen Bändern mit 20 bis 30 Tieren stets hinter- oder nebeneinander auf erneute Nahrungssuche in die Baumkronen. Zu den natürlichen Feinden gehören Ei- und Raupenparasiten sowie verschiedene Insektenarten oder Vögel. Angesichts der Massenvermehrung des Eichenprozessionsspinners ist eine natürliche Bestandsregulierung in naher Zunkunft nicht zu erwarten.

Problematisch sind die Raupen allerdings nicht nur wegen ihres Fraßes der Eichenblätter, sondern vor allem durch ihre Wirkungen auf den Menschen. Der Leiter des Gesundheitsamtes Uelzen Lüchow-Dannenberg. Dr. Gerhard Wermes weist darauf hin, dass die Härchen der Raupen ein Nesselgift enthalten, ähnlich der Brennnessel. Das Nesselgift der Raupenhaare ist jedoch deutlich stärker und wirkt länger. Es kann bei Hautkontakt oder beim Einatmen verschiedene – zum Teil auch heftige -pseudo-allergische Symptome auslösen, die in der Regel einer Behandlung durch einen Arzt bedürfen.

Daher sollte insbesondere an Schulen, Kindergärten, Schwimmbädern und anderen öffentlichen Plätzen ein deutlicher Befall sachgerecht bekämpft werden. ,,Wegen der möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung bei Bekämpfungsmaßnahmen, der notwendigen Sicherheitsvorkehrungen (Atemschutz und Vollschutzanzug) und des erforderlichen Sachverstandes ist Privatpersonen jedoch unbedingt von einer selbstständigen Durchführung dieser Maßnahmen abzuraten", so Bau- und Umweltdezernent Jürgen Weinhold. Vielmehr sollten hiermit Fachfirmen beauftragt werden. Verantwortlich auf öffentlichen Flächen sind die Kommunen, auf Privatgrundstücken der jeweilige Eigentümer.

Für Fragen hierzu stehen die Ordnungsämter ihrer Samtgemeinde zur Verfügung, und zwar in der Samtgemeinde Elbtalaue Frau Ringel, Tel.-Nr. 05861/808400, in der Samtgemeinde Gartow Herr Haas, Tel.-Nr. 05846/8225 und in der Samtgemeinde Lüchow (Wendland) Herr Todte, Tel.-Nr. 05841/126621.

Fragen zu gesundheitlichen Auswirkungen können an das Gesundheitsamt Uelzen/Lüchow-Dannenberg, Tel.-Nr. 05841/120481, gerichtet werden oder unter der Internetadresse "www.nlga.niedersachsen.de" abgerufen werden. Dort informiert das Niedersächsische Landesgesundheitsamt zum Thema Eichenprozessionsspinner.

Abschließend weist die Kreisverwaltung als zuständige Waldbehörde darauf hin, dass eine Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Wäldern dieses Jahr nicht vorgesehen ist. Weitere Informationen für den Waldbereich können beim Landkreis unter der Tel.-Nr. 05841/120510 eingeholt werden.


Das Gesundheitsamt Uelzen – Lüchow-Dannenberg informiert:

 Eichenprozessionsspinner
Auch in den Landkreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg kann in den letzten Jahren ein Naturphänomen beobachtet werden, welches sonst überwiegend in Ost- oder Süddeutschland aufgetreten ist: Die Massenvermehrung der Eichenprozessionsspinner. Diese haarige Raupenart hat ihren Namen von der Eigenart, sich zur Nahrungssuche stets hinter- oder nebeneinander zu bewegen, eben eine Prozession durchzuführen.

Diese Naturerscheinung und ihre gelegentlichen gesundheitlichen Auswirkungen sind schon seit Anfang des letzten Jahrhunderts bekannt. Normalerweise haben die natürlichen Feinde die Bestände im Griff. Nach den heißen Sommern und den milden Wintern der letzten Jahre ist derzeit jedoch eine Ausbreitung und Massenvermehrung erstmals auch in unseren Landkreisen zu beobachten. Problematisch sind die Raupen wegen ihres Fraßes der Eichenblätter und auch durch ihre Wirkungen auf den Menschen.

Gesundheitsrelevanz:
Die Härchen der Raupen enthalten ein Nesselgift, ähnlich wie wir es von Brennnesseln kennen. Das Nesselgift der Raupenhaare (Thaumetopoein) ist jedoch stärker und wirkt länger. Unmittelbar nach dem Hautkontakt kommt es zu einer allergischen Reaktion. Sie kann sich durch einen unangenehmen Juckreiz und Hautentzündungen, z. B. in Form von insektenstichähnlichen Flecken bis hin zur Nesselsucht äußern. Sind die Augen betroffen, kommt es häufig zu Reizungen. Eingeatmete Brennhaare können zu einer Reizung der oberen Atemwege, bei entsprechender Vorbelastung (Asthma) auch zu Atemnot führen. Auch Allgemeinsymptome wie Schwindelgefühl, Fieber oder Schockreaktion sind möglich.

Typisch für den Kontakt ist der über viele Tage anhaltende Juckreiz mit kleinen roten Schwellungen oder Quaddeln. Besonders gefährdet sind unbedeckte Körperstellen (Gesicht, Hals, etc.). Bei Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden und auf den Raupenkontakt hingewiesen werden. Die Krankheitszeichen können mit Medikamenten behandelt und dadurch gemildert werden.

Gefährdungszeitraum:
Die Vermehrung der Raupen findet insbesondere von Ende Mai bis Ende August statt. Die giftigen Haare der Eichenprozessionsspinner brechen leicht und können durch Luftströmungen auch über 100 m weit getragen werden. An den Larvenhäuten in den Nestern bleiben nach dem Schlüpfen die Brennhaare zurück. Gespinstnester an Bäumen und auf dem Boden bleiben somit eine Gefahrenquelle. Wenn die Raupenhaare weder Licht noch Wasser ausgesetzt sind, können sie für Mensch und Tier noch bis zu einem Jahr lang giftig bleiben.

Wer sollte besonders aufpassen?
- Personen, die sich im Wald aufhalten, Anwohner von Waldgebieten mit Eichen
- Arbeitskräfte von Forstbetrieben und Straßenmeistereien
- Personen auf Freizeit- und Grünanlagen (Campingplätze, Freibäder etc.)
- Halter von Haus- und Nutztieren (diese sind gleichermaßen betroffen)

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