DAS UNSICHTBARE SICHTBARE - Blicke in die Asse

vom 20.08.2017 bis 20.08.2017
von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Sieben Studierende der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig machten sich auf die Suche: Was ist in der Schachtanlage Asse sichtbar? Welche künstlerische Herangehensweise wird der Komplexität der politischen Debatte zur Atommülllagerung gerecht? Vom 12. August bis 24. September 2017 ist die Ausstellung im Zehntspeicher Gartow zu sehen.

1330 Uhr aus der Serie Asse II von Timo HoheiselDas Atommülllager Asse als Thema eines Langzeit-Kunst-Projektes: Frank Sperling, Inga Barnick, Ulf Beck, Franka Hilbert, Michael Jahn, Susann Dietrich und Timo Hoheisel – allesamt Absolventen und Studierende der HBK Braunschweig – setzten sich mit künstlerischen Mitteln mit der Asse als Ort und gesellschaftlichem Problem auseinander. Die Ergebnisse zeigten sie 2015 mit Erfolg in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin. Der Westwendische Kunstverein – unmittelbar inhaltlich und räumlich positioniert zum geplantem Atommüllendlager und dem Zwischenlager Gorleben – greift diese »Steilvorlage« auf und zeigt im Zehntspeicher eine erweiterte Fassung dieser Ausstellung. Entstanden sind sehr unterschiedliche Werke, die von dokumentarischen Arbeiten bis hin zu künstlerischen Objekten reichen. Während Susann Dietrich mit Salzkristallen, dem zentralen Asse-Material, abstrakte Fotos schafft, lässt Timo Hoheisel die entstandenen Aufnahmen gleich wieder unter Beton verschwinden. Inga Barnick untersucht Schutzkleidung und -geräte, die sie beim Ortsbesuch des Salzstocks vorfand und Ulf Beck hat die Asse monatelang mit einer Kamera überwacht.

Zur Eröffnung am 12. August um 17 Uhr gibt es gegen 18 Uhr ein Podiumsgespräch zwischen den KünstlerInnen Timo Hoheisel, Inga Barnick, Irmhild Schwarz und Dr. wilfried Maier, Philosoph und Senator a.D. stattfinden. Das Gespräch wird Christa Goetsch, ehemalige Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) moderieren. Es soll einen spannenden Austausch der Generationen beinhalten. Welche Rolle spielt die persönliche Betroffenheit, wie unterschiedlich sehen künstlerische Herangehensweisen aus im Spannungsfeld von Kunst und Politik?

Im Rahmen der Ausstellung findet am 2. September 2017 ein Workshop für Kinder und Jugendliche von  8 - 16 Jahren zum Thema „Camera Obscura“ statt. Es sollen gemeinsam Lochkameras aus einfachsten Mitteln gebaut werden und zum Einsatz kommen – inklusive der Entwicklung der eigenen Bilder. Der Workshop ist gefördert durch die VGH Stiftung und daher kostenfrei, er ist beschränkt auf 10 TeilnehmerInnen. Anmeldung bitte unter kontakt@westwendischer-kunstverein.de

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Freitag 16-18 Uhr
Samstag & Sonntag 12-16 Uhr

Mehr über den Westwendischen Kunstverein: www.westwendischer-kunstverein.de

 

Veranstaltungsort:
Westwendischer Kunstverein e. V.
Hauptstr. 10
29471 Gartow

E-Mail senden...
Homepage aufrufen...

Weitere Termine:

Kommentare zum Inhalt

Zu diesem Inhalt sind noch keine Kommentare vorhanden.
Wollen Sie einen Kommentar erstellen?